Johannes Tobias Späth

Johannes Tobias Späth wurde am 1.Juli 1955 in Ulm/Donau geboren.
Seine Eltern, Thea Späth geb. Spengler und Günther Späth, studierten beide in München Kunstmalerei und Bildhauerei. Musik und Kunst hatten in seinem Elternhaus immer einen besonderen Stellenwert eingenommen. Sein Vater spielte selbst Orgel und Cembalo. Einige Geschwister sind Berufsmusiker oder im Kunsthandwerk tätig. Seine Neigung zu Handwerk und Musik wurde schon früh erkannt und gefördert.
Im September 1971 begann er eine Lehre als Orgelbauer bei Gerald Woehl in Marburg/Lahn. Seine Ausbildung umfasste alle Bereiche des Orgelbaus mit dem Schwerpunkt Restaurierung.
1975 schloss er mit der Gesellenprüfung in Ludwigsburg ab.
In der Orgelbauwerkstatt G. Woehl war er bis 1976 tätig.
1977-82 arbeitete er in der Orgelbauwerkstatt Richard Rensch in Lauffen/Neckar.
Seine Tätigkeit umfasste alle Arbeitsbereiche, einschließlich der Planung und Konstruktion kleiner und großer Instrumente. Außerdem beschäftigte er sich mit dem Bau von Saiteninstrumenten.
Seit 1982 ist Johannes Tobias Späth leitender Mitarbeiter in der Orgelbauwerkstatt H.P. Mebold in Siegen. In seiner Stellung als Werkstattmeister ist er auch für die Lehrlingsausbildung verantwortlich.
Als erster Mitarbeiter der Orgelbauwerkstatt Mebold hat er beim Aufbau und der Gestaltung der Werkstatt maßgeblich mitgewirkt.
Im Laufe seiner Berufsjahre gab es immer neue Herausforderungen, seine Fachkenntnisse und Tätigkeiten weiter zu entwickeln. Das Interesse und die Liebe zum Orgelbau, besonders auch zum Detail, prägen seine Arbeit bis heute.
Johannes Tobias Späth sieht das Instrument Orgel als Gesamtheit. Aus seiner Sicht bildet es eine Einheit von musikalischen, handwerklichen und künstlerischen Elementen.
Aus diesem Grund hat er auch immer weiterführende Aspekte der Umsetzung und Anstöße aus artverwandten Kunstbereichen gesucht:
- besondere Möglichkeiten der Gestaltung, Farbgebung und Malerei bei der Restaurierung
- Erweiterung der Kenntnisse in Kunstschnitzerei und Bildhauerei.
Einen großen Teil der Fachkenntnisse erwarb er in diesen Bereichen bei seinem Vater, der selber schon sehr früh für verschiedene Orgelbauer künstlerische Entwürfe und deren farbliche Fassung erstellte und ausführte.
Seine Schwester Rebecca Späth, die als selbständige Malerin und Kunstschnitzerin in Ulm- Herrlingen arbeitet, steht ihm nach dem Tod des Vaters für künstlerische Gestaltungen, Schnitzereien und Farbfassungen beratend und ausführend zur Seite.
Als Hans Peter Mebold im Juli 2001 verstarb, bekam er von der Handwerkskammer Arnsberg die Zuerkennung der fachlichen Eignung im Orgelbauhandwerk zugesprochen.
Er übernahm die Betriebsleitung der Orgelbauwerkstatt in allen fachspezifischen Bereichen und führt in Zusammenarbeit mit Marianne Mebold als Inhaberin die Werkstatt weiter.